Zur Person

Ich bin Jahrgang 1958.

Sämtliche meiner Perspektiven änderten sich, als ich als relativ gut qualifizierte Mutter 1987 ungeplant nichteheliche, alleinerziehende Mutter wurde. Die Schwangerschaft stellte ich erst fest, als ich mit dem Vater schon wieder getrennt war. Ich war mit ganz kurzer Unterbrechung permanent alleinerziehend. Später übertrug mir das Jugendamt auch die Verantwortung für einen zu meinem Sohn gleichaltrigen jugendlichen Pflegesohn. Immer im Stich gelassen, so kann man mein Leben als alleinerziehende Mutter kurz und knapp beschreiben. Auf der anderen Seite habe ich natürlich gelernt, mich unter widrigsten Bedingungen zu behaupten. Oft mit alternativen Mitteln. 

Mein Sohn arbeitet heute als Mediziner in der Schweiz und unterhält zu beiden Elternteilen ein gutes Verhältnis. 

Nachdem er sein Studium beendet hatte, habe ich den damaligen Wohnraum mit riesigem Naturgarten in der tiefsten Provinz von NRW sicherheitshalber schon aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben. Heute lebe ich mit einer Rente von deutlich unter 1.000 EUR in einem Apartment von 30 qm im Ufer der Schlei, ähnlich wie auf einem Kreuzschiff im Wikingturm in Schleswig/Schleswig-Holstein. Das Gebäude ist nur über eine Brücke oder Boote erreichbar.  So habe ich Zeit und Muße, mir mit über 60 Jahren etwas von der Welt anzuschauen, wenn ich nicht die traumhaften Sonnenaufgänge genieße. Mit dem Rad! Alle Männer, mit denen ich im Leben gut befreundet war, sind vergleichsweise sehr gut situiert. Man verfügt über Häuser, Vermögen, tolle Fahrzeuge, ob Ferrari oder Harley, Wohnwagen, Womos usw.. In Deutschland gilt, nur Mutterschaft ist für Frauen Armutsrisiko Nr. 1. Vaterschaft ist für Männer kein relevantes statisches Armutsrisiko. Eher befördert Vaterschaft ja Karrieren.  

Unterwegs trete ich mit den Menschen vielfältig zum Thema MothersToo in Dialog zu meinen Erkenntnissen:

  • Mütter können es nie und niemandem recht machen, das ist die Quintessenz, die ich aus den Jahren der Mutterschaft mitgenommen habe. 
  • Keine Arbeit ist so abgewertet wie die Fürsorgearbeit der Mütter. 
  • Keine gesellschaftliche Gruppe wird in Deutschland ökonomisch so benachteiligt wie Mütter.
  • Nirgends in einem OECD-Land ist der Gender-Pension-Gap (Altersversorgung) so hoch für Mütter und Väter wie in Deutschland. 
  • Vor allem vergangene Radreisen in das nur 40 km entfernte Dänemark haben mich überzeugt, dass solche Verhältnisse nicht sein müssen. Mütterarmut ist z.B. in Dänemark fast vollständig abgeschafft. Es gibt eine Grundrente von über 1.500 EUR!

Ich bin nicht einverstanden, dass so vielen Müttern die Mütterrente gekürzt oder verweigert wird. (Mir, weil ich sofort nach der Geburt wieder gearbeitet habe. Anderen, weil sie angeblich zu wenig gearbeitet haben und wegen unseres viel zu niedrigen Rentenniveaus mit Grundsicherung aufstocken müssen.)

Ich bin nicht einverstanden, dass heutige junge Mütter noch größere Risiken und Nachteile hinzunehmen haben. Von den Demütigungen ganz zu schweigen.

Ich bin nicht einverstanden, dass Mutterschaft Armutsrisiko Nr. 1 für Frauen bleibt.  

Für meine Ziele radele und engagiere ich mich mit aller Kraft. 

Bitte unterstützen Sie mich, wenn Sie es können. Herzlichen Dank. 

 

Ab dem 13.10.2019 versuche ich diese Webseite zu aktualisieren und "rund" zu machen, soweit ich aufgrund eigentlich zu geringer IT-Kenntnisse dazu imstande bin. Für die wenig professionelle Ausführung bitte ich um Entschuldigung.